At the Still Point

Mark Alexander, Damien Hirst, Jeff Koons, Emma Stibbon, Matthias Weischer
Ausstellungsdaten
29. April - 30. Juli 2016

Die Galerie Bastian zeigt in dieser Ausstellung Werke, die sich auf verschiedenen Wegen mit Fragen der Wirklichkeit und ihrer Abbildungsbeziehung befassen, Fragen nach der Realität und Fiktion, Wahrheit und Täuschung. »At the Still Point« versucht, die Widersprüche zwischen der Definition des lateinischen Wortes , ›factum‹, das »Aktion«, »etwas getan« oder »Ereignis« bedeutet und dem modernen Sinn des Wortes »das, was wahr ist« aufzuzeigen.

Damien Hirsts »Dissection Table with Tools« ist eines der frühen Beispiele seiner ›Fact Paintings‹, in denen der Künstler die Tradition der Photorealisten weiterschreibt und ein klares Abbild einer photographischen Vorlage herstellt. Jeff Koons pointiert dieses Prinzip mit seiner glatten und kühlen Übersteigerung der monumentalen Darstellung einer weißen Rose in seinem Bild »Primal Swish«. Die hyperrealistische Fassung erinnert an Blumenstilleben des holländischen ›Goldenen Zeitalters‹ der Malerei. Die scheinbar unkontrollierten gestischen Strukturen, die den Bildhintergrund formulieren, sind akribisch genaue Abbilder erstellter Photoshop-Kompositionen. Koons sagt dazu (2007): »Es sind falsche gestische Strukturen ... Gesten können als intellektuelle Zeichen gelesen werden, sie müssen nicht physisch sein«. »Clorhidrato de palonosetron« und »Sulfisoxazol«, zwei ›Spot-Paintings‹ von Damien Hirst, sieht der Künstler als Werke, wie von »einer Person gemacht, die versucht, wie eine Maschine zu malen« (Hirst 2011). In »Petrus Christus« kreiert Matthias Weischer einen Bildraum, in dem Zeichen, Formen, Texturen, Motive, Winkel und Schatten das räumliche Sehen in die Nähe virtueller Wahrnehmung stellen. Einladend und zugleich hermetisch wechselt das Werk zwischen Realität und Surrealität. Die Installation »Figures in a Landscape« ist eine von Hirsts großen Vitrinenarbeiten. »I love you« steht mit Lippenstift auf dem Spiegel eines Schranks geschrieben. Referenz für dieses Werk ist Francis Bacons gleichnamiges Bild seines Freundes Eric Hall im Hyde Park, London. Mark Alexander stellt in »Via Negativa« eine Paraphrase zu van Goghs »Sonnenblumen« her. Die schwarzen Blumen in Alexanders Bild transformieren die Blüten in eine ferne, mysteriöse Erscheinung, die uns sagen will, daß alles Materielle und Immaterielle vergeht.

Ausgewählte Werke

 
  • Jeff Koons »Primal Swish« 2008-2011

    Öl auf Leinwand
    247.3 x 213.4 cm [H x B]

  • Damien Hirst »Dissection Table with Tools« 2002/2003

    Öl auf Leinwand
    244 x 198 cm [H x B]

  • Matthias Weischer »Petrus Christus« 2015

    Öl auf Leinwand
    210 x 360 cm [H x B]